Das Casting in Potsdam

Wir waren für euch beim Casting in Potsdam. Gesucht wurden bei diesem Casting die Küken (Verena, Bob und Lilli). Die Küken, (die im Fernsehen die Hauptrollen haben werden) spielen auch im neuen, dritten Wilde Hühner Film mit.

In einem unscheinbaren Altbau am Rand von Potsdam-Babelsberg liegt die Agentur Rietz. Hier findet das Zwischencasting für den dritten Film der „Wilden Hühner“ statt, heute werden die drei Küken gesucht: Verena, Lilli und Bob. 1500 Kinder haben sich beworben, 40 davon sind in die engere Auswahl gekommen.

Ein paar von ihnen sitzen nun mit ihren Eltern im kleinen Warteraum um einen Tisch herum, die Eltern trinken Kaffee, die Kinder reden. Von Aufregung keine Spur, die meisten haben schon Castingerfahrung. „Ich bin aufgeregter als meine Tochter“, sagt der Vater der zehnjährigen Denise.



Der vierseitige Text, den sie lernen musste, liegt unbeachtet auf dem Tisch. Carolin, Florentina und Jenny puzzeln und lachen, als würden sie sich schon lange kennen.



Immer wieder kommen neue Kinder mit ihren Eltern durch die Tür. Sie erzählen sich, in welchen Agenturen sie sind und wo sie schon mitgespielt haben. Florentina spielt am Gauß-Theater in Hamburg, und war schon in einem 90-Minüter zu sehen. Denise hat schon in Werbespots mitgespielt, Antonia ist in „Hexe Lilli“ zu sehen. Emma hat noch keine Filmerfahrung, sie lernt aber an der Theaterschule Berlin, wie Schauspielern funktioniert.

Erst einmal werden alle für alle Rollen gecastet. Vorlieben für eine bestimmte Rolle haben sie aber schon. Florentina würde am liebsten Lilli spielen. „Lilli ist ja die Anführerin. Das finde ich gut, ich führe auch oft Gruppen an“, sagt sie.



Bevor die anderen erzählen können, wen sie gerne spielen würden, kommt Jacqueline Rietz in den Raum und holt die nächsten Kandidaten ab. Jede halbe Stunde spielen immer drei Kinder zwei Szenen. Sie sind angelehnt an den ersten Hühner-Film: Die erste Wilde Hühner Szene spielt im Keller. Sprotte teilt den Hühnern mit, dass ihre Oma die Hühner schlachten will. Die zweite Szene ist die, als die Hühner beschließen, die Pygmäen um Hilfe zu bitten. Nur sind diesmal die Küken die Hühner: Lilli ist Sprotte, Bob ist wie Frieda und Verena  ist wie Melanie.

Jede hat vier bis sechs Sätze pro Szene. Mit dem Textlernen hatten die potenziellen Küken keine Probleme. „Wenn ich abends lerne ist der Text am nächsten Morgen im Kopf“, sagt Carolin, die Jette Hering verblüffend ähnlich sieht. Eine halbe Stunde haben sie Zeit, um ihn vorzuspielen und mit Frau Rietz darüber zu sprechen, dann sind sie auch ganz schnell wieder weg. Von aufgeregtem Erzählen, wie es war, keine Spur, fast wie die Profis.

Das Schauspielern ist ihr Hobby. Regelmäßig sind sie auf Castings, und treffen dort immer wieder Freunde. „Ich haben auf Castings schon viele nette Leute kennen gelernt“ sagt Denise. „Ich habe eine Freundin, die ich von Castings kenne, und mit ihr habe ich dann die "Mon Cheri"-Werbung gedreht, das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Denise.

Es gibt viele Agenturen, die Statistenrollen anbieten, in der Werbung werden immer wieder Kinder gesucht. Von den Agenturen erfahren sie von Castingterminen, und irgendwann kann man dann auch mal in einem Film mitspielen, den man selbst gern sieht – wie bei den Wilden Hühnern.

Am Anfang waren sie noch enttäuscht, wenn sie nicht genommen wurden, mittlerweile sind sie daran gewöhnt, dass bei einem Casting nur wenige ausgewählt werden können. „Alle hier sind gut,“ sagt Florentina. „Entweder hat man Glück oder nicht“. Wenn nicht, probieren sie es eben beim nächsten Mal wieder. Nur einmal war Florentina traurig, dass sie eine Rolle nicht bekommen hat: „Als ich bei den "Pfefferkörnern" in die Endrunde gekommen bin und dann ausgeschieden bin“, sagt Florentina. „Das war schon so greifbar nah“.

Das Wichtigste aber ist, dass das Schauspielern Spaß macht. Denn es ist Arbeit. Teilweise sind die Darsteller den ganzen Tag am Set - wenn sie auch nicht die ganze Zeit spielen, denn es gibt Regeln, wie lange ein Kind arbeiten darf – und kommen abends spät ins Hotel zurück. Am nächsten Morgen fahren sie wieder zum Set, das kann anstrengend sein. Der Kinderarzt muss damit einverstanden sein, und die Schularbeiten müssen nachgeholt werden. Die Lehrer und Eltern achten sehr darauf, dass die Schule nicht unter dem Hobby leidet – die Schulleitung darf Einspruch erheben. Und trotzdem: Es macht einfach Spaß, in andere Rollen zu schlüpfen. „Es ist eine gute Möglichkeit, sich zu entfalten und gleichzeitig das Sparbuch aufzufüllen“, sagt Denise' Vater.


Und der nächste Dreh kommt bestimmt. „Wenn es bei den Hühnern nicht klappt spiele ich die Annika in Pippi Langstrumpf auf der Freilichtbühne in Lübeck, sagt Carolin. Jacqueline ist außerdem im Endcasting für Bibi Blocksberg. „Man muss auch lernen, zu Castings zu gehen und es immer wieder machen“, sagt der Vater von Denise. Dann ist irgendwann auch die erste Rolle dabei.

Das habt ihr beim Casting erlebt:

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Little Miss Sunshine!!!

Donnerstag, 23-10-08 16:43

HI ich war beim casting von ner musikshow in der Endrunde!! Dann kam so eine daher und hat sich bei der Jury so eingeschleimt, dass sie nur noch mit den Winpern klimpern musste und schon haben die die genommen. War echt schade!!! :((((((((
 

Marci

Dienstag, 21-10-08 20:23

ich bin nciht mal ausgewählt worden um zum Casting zu gehen. Wegen meinem Aussehen... aber man muss halt vorendscheidungen treffen sonst wären tausend kinnas zum casting gekommen!
 

Franzi♥

Mittwoch, 15-10-08 21:44

ich war leider nicht dabei ..
:( voll schade
ich habe erst gerade gesehn dass man dabei sein konnte ...
bin voll traurig
ich hoffe dass noch einmal ein film gedreht wird und ich dabei sein kann und wenn s nua beim casting ist .. :)
heaL ♥
 

Emma

Mittwoch, 08-10-08 20:15

hi ihr..ich heiße Emma und war auch bei einem csting aber so für Komparsen und nebenrollen und ich wurde genommen! ich hatte 28 drehtage und habe alle schauspieler und andere nette leute kennengelernt und so.
das war so cool.wir haben die ganzen sommerferien gedreht.
lg
 

Michaela

Samstag, 04-10-08 18:54

Hey Das war geiiikl
 
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